Die Preisverleihung

Preisträger

 

  • 1. Preis: Evangelische Grundschule Potsdam

“Volkslieder”

Ein fächerübergreifendes Unterrichtsprojekt der Fächer Musik, Kunst und Deutsch.

 

An dem Projekt „Volkslieder“ arbeiteten gleich sechs Klassen aus den Jahrgängen 1 bis 3. Von Oktober 2011 bis April 2012 setzten die 144 Kinder sich mit Volksliedern und ihrer künstlerischen Darstellung auseinander. Anstoß gab ein vorheriges Schulprojekt, bei dem die Grundschüler zusammen mit ihren Großeltern gemeinsam Volkslieder sangen.

Umgesetzt wurde die Idee, indem die von den Kindern gesungenen Lieder aufgenommen wurden, die Kinder dazu kolorierte Federzeichnungen in Collage-Technik anfertigten und diese in ein Buch mit beweglichen Elementen einfügten.

 

Die Kinder zeigen die von Ihnen gestalteten Buchseiten

„Wir haben zu Volksliedern Bilder gemalt und auf dem Bild haben wir etwas beweglich gemacht. Das fand ich witzig, weil man sich dann ein bisschen in das Bild hinein versetzen kann. Das Projekt hat mir sehr gefallen und es hat auch super geklappt“ (Josefina, 9)

 

 

 

 

 

 

Im Anschluss wurden die beweglichen Elemente des Buches sowie die Lieder in einem kurzen Film zusammengeführt. Zu sehen auf dem YouTube-Kanal des VdMK Brandenburg:

 

 

 

  • 2. Preis: Gymnasium auf den Seelower Höhen

“Licht-Graffiti Kalender 2012”

Seelow bei Nacht.

„Der Kunstkurs des Abiturjahrgangs 2013, des Gymnasiums Seelow, hat an das Unterrichtsthema Fotografie anknüpfend ein Projekt durchgeführt. Unsere Idee war es einen Kalender zu kreieren, der aus Light-Graffiti Fotografien besteht. Dazu haben wir uns außerhalb der Schule getroffen und zogen mit Taschenlampen und bunten Folien durch Seelow. Um die Arbeit aufzuteilen, fanden wir uns in Gruppen zusammen und fotografierten an verschiedenen Orten. Aus den entstandenen Fotos haben wir dann den Kalender zusammengestellt, den wir anschließend zum Verkauf bereitstellten, um Geld für unseren Abiball zu sammeln.“ (Lydia, 18)

Für dieses Projekt trafen sich die 18 Schüler nachts in Seelow und „malten“ mit den verschiedensten Arten von Taschenlampen und anderen Lichtquellen ihre Graffitis in die Seelower Nacht. Dabei rückten Orte in den Fokus, die auch im täglichen Alltag der Schüler eine Rolle spielen, wie zum Beispiel den Kirchturm oder ihr eigenes Gymnasium.

In die Nacht gemalt – das Kalender Blatt September mit dem Bildtitel “Geschäfft erledigen”

 

Nach Fertigstellung wurde der Kalender rund um Seelow vermarktet. Der ebenfalls von Schülern organisierte Verkauf fand in der Schule, auf Weihnachtsmärkten, in Kunstspeichern und privat statt.

Letztendlich wurden die aufgenommenen Bilder auch in der Internetgalerie Unartig gezeigt und somit wurde das Ziel, Seelow bei Nacht in ein anderes Licht zu stellen, erreicht.

Heimspiel – das Julibild

Öffentliches Bad – das Junibild

 

 

 

 

 

 

 

 

 

…alle weiteren Fotos auf der Website der Galerie: www.galerie-unartig.de

 

  • 3. Preis: Albert-Schweitzer-Gesamtschule Treuenbrietzen

„Film ab”

Ein Trickfilm zum Thema „Nur noch kurz die Welt retten…”

 

Acht Schülerinnen und Schüler der sechsten Klassen der Albert-Schweitzer-Grundschule Treuenbrietzen haben vom 15.11. bis zum 18.11.2011 mit Unterstützung ihrer Kunstlehrerin und zweier freier Mitarbeiter vom Fernsehen einen eigenen Zeichentrickfilm hergestellt, der sich mit Umwelt- und Tierschutz beschäftigt.

Die Kinder haben alle Schritte der Erstellung eines Zeichentrickfilms selber durchlaufen. Sie haben das Thema selbst gewählt und das Storybord selbst geschrieben. Im Anschluss zeichneten die Kinder die Bilder für den Film. Die Kinder haben mit Hilfe der Erwachsenen die Trickbox und das Computerprogramm erlernt, so dass sie den Film auch selber geschnitten haben. Die Vertonung des Filmes wurde ebenfalls von den Kindern übernommen: Ein Kind hat Klavier gespielt, ein anderes die Aufnahme gemacht, wiederum andere suchten die Geräusche. Die Kinder haben gesungen und den Text selber gesprochen.

Ziel des Projekts war es, dass die Schüler in einer anderen Art des Unterrichts ihr Wissen und ihre Fähigkeiten aus den verschiedenen Fächern anwenden und vertiefen konnten. Sie sollten begreifen, warum es wichtig ist, sich mit vielfältigen Bereichen auseinanderzusetzen.

Die eigenverantwortliche Gestaltung des Arbeitsablaufes sollte die Selbstorganisation der Schüler und deren Fähigkeiten zur Selbstbestimmung stärken. Lediglich bei der technischen Ausführung gab es eine kleine Einführung und notfalls Hilfestellung durch Erwachsene.

Das Ergebnis des Projektes „Film ab“ gibt es hier zu sehen:

 

 

  • Preisträger: Gymnasium der bundtStift_Schulen

„K.Ü.C.H.E.“, „Vergeben“ und „8-7-19-9-6-14“

 

Im Rahmen eines Filmworkshops erarbeiteten 38 Schüler zwischen 12 und 18 Jahren drei verschiedene Filme. Ziel dabei war die filmische Umsetzung von im Deutschunterricht geschriebenen Geschichten, die somit um eine künstlerische Ebene erweitert wurden.

„Wir konnten unserer Fantasie freien Lauf lassen, uns ausprobieren. Es ist irre, was man alles so aus Räumen machen kann und wie die dann aussehen; das war cool. Vor allem aber, dass das meine Geschichte war!“ (Franz, 15)

Ebenfalls Ziel war die inhaltliche, handwerkliche, ästhetische und künstlerische Auseinandersetzung mit dem Medium Film.

„Unser erstes selbstgemachtes Musikvideo!“ (Alisa, 16)

Unter dem Titel „K.Ü.C.H.E.“ drehte die Schülerband GREEN LEMON ihr erstes Musikvideo. Dabei blieb das Video nah am Liedtext und setzt diesen kreativ um.

In den Filmen „Vergeben“ und „8-7-19-9-6-14“ werden unerwartete Wendungen im Leben dargestellt. Die selbst erarbeiteten Drehbücher konzentrieren sich dabei jedoch nicht nur auf das angenehme im Leben, sondern zeigen auch die dunklen Facetten.

Das Musikvideo „K.Ü.C.H.E.“:

 

Vergeben:

 

8-7-19-9-6-14:

 

  • Preisträger: Piccolo Theater Inszenierungsjugendclub, Cottbus

„und morgen…”

Eine Inszenierung zum Thema Rechtsextremismus

 

Ole ist Nazi. Aufgewachsen in einem sozial schwachen Viertel ohne Chancen auf eine bürgerliche Zukunft. Bei einem Konzert lernt er die wohlbehütet aufgewachsene Barbie kennen, die sich sofort in ihn verliebt. Doch im Verlauf dieser Liebesgeschichte kommt es zu einem fatalen Rollentausch.

 

 

 

 

 

 

Das Stück malt nicht schwarz-weiß. Es zeigt, dass auch ein Skinhead seine menschliche Seite hat und dass auch ein unvoreingenommenes Mädchen wie Barbie zum Spielball  rechten Gedankenguts werden kann. Barbies Sinneswandel soll zeigen, dass nicht ‘bestimme‘ Jugendliche anfällig für rechte, klar strukturierte Parolen sind, sondern dass sie fernab des  sozialen Hintergrunds ihren Sog ausüben. Von Januar 2011 bis Juli 2012 arbeiteten die 14 Jugendlichen des Piccolo Inszenierungsjugendclubs frei  nach der Textvorlage von Jürgen Eick und nähern sich damit kreativ und mit selbst entwickelten Texten der Thematik.

Gerade nach den aktuellsten Vorkommnissen erfährt dieses Stück traurige Brisanz und behandelt ein wichtiges Problem in einem zunehmend rechtspopulistisch orientierten Europa.

Angebunden der Trailer der Theateraufführung „und morgen…“:

 

  • Preisträger: Kunstverein Schwedt

„SELBST-BEWUSST-SEIN. Kunstprojekt zur Entwicklung noch nicht entdeckter Talente

Das Projekt „SELBST-BEWUSST-SEIN“ richtete sich an junge Leute, die nicht vordergründig benachteiligt sind, aber auch nicht im Mittelpunkt stehen. Häufig stehen diese Leute unbeachtet in der Schule, sind Außenseiter, die oft mit wenig Selbstbewusstsein ihre Schullaufnahm nestreiten, aber dennoch Talente und Fähigkeiten haben, die nicht entdeckt oder nicht beachtet wurden.

18 dieser Jugendlichen hat der Kunstverein neun Monate lang die Möglichkeit gegeben, sich außerhalb der Schule zu treffen, auszurauchen, mit Künstlern zu arbeiten, zu lernen und mir Mitteln der Kunst Alltag und Probleme zu verarbeiten.

„Das Projekt gefiel mir sehr. Ich würde mich über eine Fortsetzung freuen. Ich bin sehr zufrieden, mit ausgewählten Künstlern zusammen gearbeitet zu haben. Mit Künstlern ist vieles einfacher und schöner. Es macht mich stolz, etwas erschaffen zu haben, auf das man nicht selbst gekommen wäre auszuprobieren. Mir haben die positiven Kontakte untereinander und die große Toleranz sehr gefallen.“ (Kathy-Lee, 15)

Inhalt des Projektes war auch ein Ausflug in ein Künstleratelier und die anschließende Besichtigung der Kunstausstellungen in der Galerie am Kietz. Die entstandenen Malereien, Fotografien, Drucke und Geschichten waren später in einer eigenen Ausstellung in dieser Galerie zu sehen. Außerdem führten die Schüler ein selbstgeschriebenes Stück auf, gestalteten dabei mit Worten und Gesang die Ausstellungseröffnung und präsentierten dort stolz ihre selbstbewussten Werke.

 

  • Preisträger: Offener Kunstverein Potsdam

“M” – MadMix sucht einen Mörder

Eine gespielte Projektion

 

‚Ein monströses Verbrechen.

Die Polizei rotiert.

Die Kriminellen werden nervös, die Bürger misstrauisch.

Die Jagd wird spannend‘

Der offene Kunstverein Potsdam arbeitete mit insgesamt 24 Jugendlichen an der Inszenierung, angelehnt an Fritz Langs Film „M – Eine Stadt sucht einen Mörder“ (1931).

„M“: Eine Kriminalgeschichte, die einem bis heute den Atem raubt – eine Aufforderung zur Reflexion über Verbrechen und Strafe:

Wer sind die Bürger? Welche Ordnung verteidigt die Polizei? Welche Werte halten die Gangster hoch?  Was treibt den Mörder um? Schuldig? Nicht schuldig?

Im Mittelpunkt der Probenzeit standen Körperarbeit, Improvisation zu Themen des Films und das Experimentieren mit audiovisuellen Mitteln, speziell Schattenspiel.

Trotzdem fanden die Jugendlichen noch die Zeit, Plakate, die Ausstattung, Kostüme, das Bühnenbild, Licht und Ton eigenverantwortlich zu organisieren.

 

 

 

 

 

Wir freuen uns auf die Preisverleihung am 17.8.2012 in der Jugendbildungsstätte Blossin im Rahmen der…

 

10. Brandenburger Jugendkulturtage


Die Brandenburger Jugendkulturtageh ttp://www.brandenburger-jugendkulturtage.de haben bereits eine langjährige Tradition. Sie werden gemeinsam vom Landesjugendamt und dem Geschäftsbereich Niederlassung Brandenburg im Zweijahresrhythmus organisiert und durchgeführt.

Die 10. Brandenburger Jugendkulturtage finden vom 17. bis 19.08.2012 abermals als internationale Begegnung in Blossin statt.

Ansprechpartner:
Stefan Zaborowski, Manuela Pirke, Carsten F. Hiller
Stiftung Sozialpädagogisches Institut “Walter May”
Niederlassung Brandenburg
Franz-Mehring-Str. 20
15230 Frankfurt / Oder